Liste: Redepartikeln und ihre Signalfunktion

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Liste der wichtigsten Redepartikeln und ihrer Bedeutung:

aber

1. Überraschung:
Du siehst heute aber gut aus.
Du bist aber schon groß.

bloß

1. Besorgnis
Wo habe ich bloß meinen Schlüssel gelassen?
Wie soll ich das bloß alles bezahlen?

2. Warnung, Drohung
Komm mir bloß nicht zu nahe.
Lass mich bloß in Ruhe.

denn

1. betonte W-Frage – Interesse, Nachfrage:
Wie heißt denn dein neuer Freund?
Wie heißt denn dein Bruder?


2. betonte Satzfrage – Überraschung:
Hast du denn einen Bruder?

doch

1. Aufforderung, Ermunterung, Unterstützung:
Komm doch zu mir!
Versuch es doch mal mit Sport!

2. Empörung (in Ausrufesätzen):
Das gibt es doch nicht!
Das kann doch nicht wahr sein!

3. (unerfüllbar scheinender) starker Wunsch mit „wenn doch (nur)“:
Wenn ich doch (nur) mehr Geld hätte.
Wenn ich doch (nur) meine Prüfung bestehen würde.

eben

1. „wie schon bekannt“, „wie schon gesagt“ (=halt)
Du bist eben nicht so schnell wie er.
Er ist eben ein schlechter Lehrer.

eigentlich

1. vergessene Frage (=überhaupt):
Wie heißt du eigentlich?

einfach

1. „keine weitere Erklärung nötig“ / „es ist halt so wie es ist“
Ich habe einfach nie Lust zum Lernen.
Ihr Mann passt einfach nicht zu ihr.
Das rote Kleid macht mich einfach zu dick.

2. Ermunterung
Vielleicht rufst du ihn einfach noch mal an.
Vielleicht machst du die Prüfung einfach noch mal.

etwa

1. negative Überraschung, Unzufriedenheit
Willst du dieses schlechte Angebot wirklich annehmen?
Glaubst du etwa wirklich, was er dir erzählt?

halt

1. „wie schon bekannt“, „wie schon gesagt“ (=halt)
Du bist halt nicht so schnell wie er.
Er ist halt ein schlechter Lehrer.

ja

1. Überraschung (=aber):
Du siehst heute ja gut aus.

2. betonte Idee:
Du kannst ja Peter fragen.

3. Warnung:

Pass ja auf, wenn du über die Straße gehst.

4. Beruhigung:
Ich habe das ja schon längst gemacht.
Ich komme ja schon.
Ich habe ja noch 300 Euro.

mal

1. betonte Aufforderung:
Komm mal bitte!
Hilf mir mal bitte!

nun mal

1. „Das kann man nicht ändern“
Ich bin nun mal ein schlechter Sportler.
Er ist nun mal ein fauler Schüler.
Ich habe nun mal kein Geld, um mir eine Wohnung zu kaufen.

nur

1. Besorgnis
Wo ist nur meine Brille? (=bloß)

2. Ermunterung (=ruhig)
Sagen Sie nur, was Sie denken.

ruhig

1. Ermunterung, „kein Problem“ (Es ist kein Problem, wenn …):
Mach ruhig das Fenster auf!
Komm ruhig herein!

schon

1. ungeduldige Ermunterung:
Komm schon zu mir!

2. eingeschränkte Ermunterung (=zwar):
Das kannst du schon machen, aber ich finde es gefährlich.

überhaupt

1. vergessene Frage (=eigentlich)
Wie heißt Sie überhaupt?
Was macht er überhaupt in Berlin?

vielleicht

1. Überraschung (=aber):
Du siehst heute vielleicht gut aus.

2. Aufforderung (bei Satzfragen):
Könnten Sie vielleicht das Fenster schließen?

3. Verstärkung
Das war vielleicht ein harter Tag.

wohl

1. Vermutung 
Er hat wohl kein Geld mehr.

2. nachdenkliche Frage
Wann er wohl kommt?
Was er wohl jetzt macht?

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