≡ Menu


Satzverbindung: es sei denn (dass)

Einen Wenn-Satz kann man durch einen Nebensatz mit es sei denn, dass ersetzen, der die Negation des Wenn-Satzes ausdrückt.

Statt eines Nebensatzes mit es sei denn, dass wird auch ein mit es sei denn eingeleiteter Hauptsatz benützt.

Beispiel 1:
wenn (negativ): Wir gehen spazieren, wenn es nicht den ganzen Tag regnet.
(NS) es sei denn, dass (positiv): Wir gehen spazieren, es sei denn, dass es den ganzen Tag regnet.
(HS) es sei denn (positiv): Wir gehen spazieren, es sei denn, es regnet den ganzen Tag.

Beispiel 2:
wenn (positiv): Im August fahre ich nach Italien, wenn ich genug Geld habe.
(NS) es sei denn, dass (negativ): Im August fahre ich nach Italien, es sei denn, dass ich nicht genug Geld habe.
(HS) es sei denn (negativ): Im August fahre ich nach Italien, es sei denn, ich habe nicht genug Geld.

es sei denn + Konjunktiv II

Statt des Indikativs kann man im Satz mit es sei denn(, dass) auch den Konjunktiv II benützen.

Beispiel: es sei denn + Konjunktiv II (würde)
Indikativ: Morgen gehen wir spazieren, es sei denn, dass es regnet.
(NS) Konjunktiv II (würde): Morgen gehen wir spazieren, es sei denn, dass es regnen würde.
(HS) Konjunktiv II (würde): Morgen gehen wir spazieren, es sei denn, es würde regnen.

Beispiel: es sei denn + Konjunktiv II (stark)
Indikativ: Morgen gehen wir spazieren, es sei denn, dass es regnet.
(NS) Konjunktiv II (würde): Morgen gehen wir spazieren, es sei denn, dass es regnete.
(HS) Konjunktiv II (würde): Morgen gehen wir spazieren, es sei denn, es regnete.

Auch hier gilt: In der gesprochenen Alltagssprache klingt der starke Konjunktiv II oft überformell. Viele Sprecher bevorzugen deshalb den Konjunktiv II mit würde.

Zu es sei denn siehe auch im Kapitel: Varianten von wenn: selbst wenn, außer wenn, es sei denn, sonst, je nachdem

Zurück zu: Übersicht Satzverbindung
Zum Inhaltsverzeichnis – Deutsche Grammatik 2.0



Comments on this entry are closed.