Indefinitpronomen – jemand/niemand

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Man vs jemand

Statt man kann man auch jemand als Indefinitpronomen verwenden.

Beispiel: man/jemand
man: Hier müsste man dringend putzen.
jemand: Hier müsste jemand dringend putzen.

In diesem Fall wird bei der zweiten Erwähnung jemand durch das maskuline Personalpronomen der 3. Person Singular (er) ersetzt.

Beispiel: man – jemand/er
man – man: Wenn man Gesundheitsprobleme hat, sollte man zum Arzt gehen.
jemand – er: Wenn jemand Gesundheitsprobleme hat, sollte er zum Arzt gehen.

Der Ersatz von man durch jemand ist aber nur möglich, wenn man für eine einzelne Person steht. („Bedeutung = Singular“) Wenn man für eine Mehrzahl von Personen steht („Bedeutung = Plural“), ist das nicht möglich.


Beispiel: man (Bedeutung Plural)
man: In Deutschland spricht man Deutsch.
jemand: — (nicht möglich)

Eine Variante von jemand ist irgendjemand. Diese Variante betont die Unbestimmtheit von jemand.

Beispiel: (irgend)jemand
(Irgendjemand) hat gesagt, dass es morgen schneien soll.

Die Deklination von jemand

Jemand wird wie ein Artikelwort dekliniert, verliert aber in der gesprochenen Sprache im Dativ und Akkusativ oft die Endung.

Nominativ: jemand
Akkusativ: jemand(en)
Dativ: jemand(em)
Genitiv: jemandes

Beispiele:
Nominativ: Jemand hat mir ein Geschenk gebracht.
Akkusativ: Ich habe in der Disco jemand(en) kennen gelernt.
Dativ: Ich habe mit jemand(em) darüber gesprochen.
Genitiv: Ich habe jemandes Bekanntschaft gemacht. (selten!)

Statt des Genitivs wird meist von benützt.

Beispiel:
Genitiv: Ich habe jemandes Bekanntschaft gemacht.
von: Ich habe die Bekanntschaft von jemand gemacht.

Die Deklination von niemand

Niemand ist die Negation von jemand. Die Deklination von niemand entspricht der Deklination von jemand.

Nominativ: niemand
Akkusativ: niemand(en)
Dativ: niemand(em)
Genitiv: niemandes

Beispiele:
Nominativ: Niemand hat mich besucht, als ich im Krankenhaus war.
Akkusativ: Mir geht es nicht gut. Ich möchte niemand(en) sehen.
Dativ: Sag niemand(em) etwas darüber.
Genitiv: „Niemandes Herr, Niemandes Knecht“ (Buchtitel von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Auch hier wird der Genitiv meist durch von ersetzt.

 

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