Der Imperativ – Einführung

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Was ist der Imperativ?

Mit dem Imperativ sagt man dem Gesprächspartner, was er machen soll. Man fordert ihn also auf etwas zu tun (“Aufforderung”).

Der Imperativ kann sich an einen oder mehrere Gesprächspartner richten, also an eine zweite Person im Singular oder Plural.

Formen des Imperativ

Wie der Indikativ hat auch der Imperativ eine formelle und eine informelle Form für die 2.Person. Die formellen Formen sind im Singular und Plural identisch.

Beispiel 1: Aufforderung an eine Person
= Imperativ 2.Person Singular – machen
informell: Mach das Fenster zu.
formell: Machen Sie das Fenster zu.

Beispiel 2: Aufforderung an mehrere Personen
= Imperativ 2. Person Plural – machen
informell: Macht das Fenster zu.
formell: Machen Sie das Fenster zu.


Näheres zur Formbildung des Imperativ siehe hier und hier.

Formen der Aufforderung

Die durch den Imperativ ausgedrückte Aufforderung kann verschiedene Formen von einer höflichen Bitte bis zu einem Befehl annehmen, die (meist) durch weitere sprachliche Mittel markiert werden. Dabei spielt auch die Art des Sprechens eine wichtige Rolle

Beispiel 1: höfliche Bitte
Mach bitte das Fenster zu.
[bitte + freundlicher Tonfall]

Beispiel 2: unfreundliche Aufforderung
Mach endlich das Fenster zu.
[endlich + unfreundlicher Tonfall]

Beispiel 3: Befehl
Mach sofort das Fenster zu.
[sofort + sehr unfreundlicher Befehlston]

Verben ohne Imperativ

Der Imperativ kann nicht zu allen Verben gebildet werden. Zu den Verben, die keinen Imperativ bilden können, gehören z.B. die Modalverben, viele unpersönliche Verben mit es und weitere Verben, die z.B. Naturphänomenen bzw. deren Wahrnehmung durch den Menschen beschreiben

Beispiele: Verben ohne Imperativ
Modalverben: können, müssen, dürfen, sollen, wollen
Verben mit es: es regnet, es blitzt, es donnert, es gibt, es gilt, gehen um..
Weitere Verben: riechen, scheinen, leuchten, blühen, dämmern, ..

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