Grammatikglossar – Akkusativ

E-Book-Paket Deutsche Grammatik 2.0 zum Sonderpreis [hier klicken]

Akkusativ, der
Plural: die Akkusative
Deutsch: 4. Fall, Wen-Fall

Der Akkusativ ist ein Kasus, das heißt eine Form des Nomens (Substantiv). Der Akkusativ ist im Deutschen nur an der Endung des Artikelworts erkennbar. Der Akkusativ unterscheidet sich nur bei maskulinen Nomen im Singular vom Nominativ.

Beispiel: Akkusativ
Singular:
Nominativ – Akkusativ
der Mann – den Mann
das Kind – das Kind
die Frau – die Frau
Plural:
die Männer (Frauen, Kinder)  – die Männer (Frauen, Kinder)

Die Funktion des Akkusativ

Der Akkusativ hat verschiedene Funktionen. Der Akkusativ wird verwendet als:  (Siehe dazu jeweils ausführlicher auf den verlinkten Seiten.)

zweite Verbergänzung (*): Petra sucht einen Mantel.
temporale Verbergänzung (ohne Präposition) – Zeitraum: Wir bleiben einen Monat in Italien.
temporale Verbergänzung (ohne Präposition) – (Zeitpunkt: Diesen Monat hat es wenig geregnet.
Präpositionalergänzung: Anna kauft ein Geschenk für ihren Bruder.
Verb mit fester Präposition: Ich warte auf einen Brief.
Ergänzung eines Adjektivs: Das Fenster ist einen Meter fünfzig breit.
Apposition: Ich kenne Frau Schmidt, meine Nachbarin aus dem 2. Stock, schon sehr lange.
in Vergleichen (bei Verben mit Akkusativ als 2. Ergänzung – s.o.): Ich finde einen kleinen Balkon immer noch besser als gar keinen Balkon.


(*) Diese Verwendung des Akkusativs wird in der Schulgrammatik als Akkusativobjekt oder direktes Objekt bezeichnet.

Was ist der Unterschied zwischen Akkusativ und Akkusativobjekt?

Der Begriff Akkusativ bezieht sich auf die Form (=Kasus) des Nomens (Substantivs). Der Begriff Akkusativobjekt bezieht sich auf eine der Funktionen des Akkusativs im Satz (s.o. „zweite Verbeergänzung“).

Merke:
Akkusativ = Form
Akkusativobjekt = Funktion im Satz

Zurück zum Grammatikglossar – A